Tain-l’Hermitage

Freitagabend, 23. September. Camping municipal von Tain-l’Hermitage. Die deutschen „Nachbarn“ erklären uns, dass es sich für einen französischen Ort aus Tradition gehöre, einen Campingplatz zu haben – und sie finden es ehrenrührig, dass die Gemeinde einen Teil des hiesigen vor Jahren in einen Parkplatz fürs öffentliche Schwimmbad verwandelt hat. Unsere Tochter S. versorgen sie mit Süßigkeiten und ganz besonders guten Milchreis (angeblich der beste, den es in französischen Supermärkten fertig zu kaufen gibt), und auch für R. fällt eine Crème Brûlée ab (dito). Wir sind offenbar das Gesprächsthema auf dem Campingplatz und am Morgen stehen die Leute fast Schlange, um uns Café oder Gespräche anzubieten.

Der Markt hier am Samstagmorgen ist auch schön, aber leider kriegt man in der französischen Provinz hier gegen elf kein Petit Déjeuner mehr, sondern eher schon Mittagessen. Also raus aus dem Ort und einfaches Frühstück am Rhône-Ufer (immerhin sind wir schon kurz nach elf auf der Via Rhona).

Einen Besuch in der Schokoladenfabrik von ValRhona haben wir leider verpasst. Laut Nachbarn auch „die beste“ weltweit; angeblich kochen alle Sterne-Köche damit, die etwas auf sich halten. Kennt die jemand?

Ach ja, der Wein von hier: 150 Euro soll die Flasche aus der besten Lage kosten. Chapoutier. Für das Geld nehme ich aber lieber zwei   Stirnlampen (Petzl Reactik) oder einen besseren Multifuel-Kocher (der 20 Jahre alte MSR Whisperlite läuft aber einwandfrei, seit heute mit „Essence C aus der örtlichen Drogerie für 5,55 Euro der Liter).

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