Zügig nach Dijon

Weniger der leichte Regen unterwegs als mehr die trübe Aussicht auf drei nasse Zelt-Übernachtungsplätze ohne wärmende Morgensonne haben uns bewogen, per SNCF-Regionalzug dem nächsten Hochdruckgebiet entgegenzufahren. Nach ein paar Kilometern am Kanal mit Wetter, das sich leider nicht zwischen leichter Windjacke und Regen-Kombi entscheiden konnte, sind wir heute Mittag ein paar Kilometer westlich von Mulhouse zur  Bahn nach Belfort. Den Zug kurz nach eins haben wir dummerweise nur vom falschen Bahnsteig (A vs. B) abfahren sehen, so dass wir noch mal gut zwei Stunden warten mussten und einander dabei auf der Suche nach einem offenen Ruheplatz (vulgo: Restaurant) fast verloren hätten (merke: trenne Dich nie ohne Walkie-Talkie vom Reisepartner, weil Telefon-Roaming auch 2016 in der EU noch eine technische Herausforderung zu sein scheint). Von Belfort dann weiter über Besançon bis Dijon, in einem Zug, bei dessen Klapper-Türen, Klo wie früher (alles fällt durch aufs Gleis) und engem Zugang zum Fahrradabteil man sich die DB zurückwünscht. (Und als Berliner dachte ich irgendwie, Aufzüge an Bahnsteigen seien längst EU-Vorschrift …)

Jetzt also: Dijon, bis die Sonne scheint. Und gegen den Kälteeinbruch scharfer Senf. Oder was gibt es hier noch?

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